PRAXIS FÜR OSTEOPATHIE & MANUELLE MEDIZIN DR. ULRIKE ROY
PRAXIS FÜR OSTEOPATHIE &MANUELLE MEDIZIN DR. ULRIKE ROY

Osteopathie - Manuelle Medizin - Chirotherapie - Was ist das?

Die Begriffe „Chiropraktik/ Chirotherapie" bzw. „Manuelle Medizin“ stammen aus dem Lateinischen (manus = Hand) bzw. aus dem griechischen (cheiros = Hand).

 

Bei allen genannten Methoden spielt die Hand also eine zentrale Rolle, sowohl bei der Untersuchung als auch bei der Therapie. Mit einem gut geschulten Tastsinn kann ein Therapeut viele Informationen über den Zustand des Körpers gewinnen und mit der Hand auch gezielt Einfluß nehmen.

Techniken dieser Art sind Bestandteil der Naturmedizin vieler Völker. Die Methoden beruhen auf der Beobachtung und Erfahrung, dass sich viele Beschwerden auf kleine Verschiebungen von Knochen/Gelenken zurückführen und durch bestimmte stellungskorrigierende Handgriffe bessern lassen. Praktiziert wurde die Chirotherapie in der Vergangenheit zumeist von selbsternannten Heilern z.B. auf Jahrmärkten. In manchen Gegenden kannte man auch „Knocheneinrenker“ oder „Gliedersetzer“, die sich um die Rückenschmerzen der Bauern nach schwerer Landarbeit kümmerten. Therapeuten, die sich heute damit schwerpunktmäßig beschäftigen, heißen Manualmediziner, Chirotherapeuten oder Chiropraktiker.

 

Die Osteopathie wiederum ist eine Weiterentwicklung der Chirotherapie. Während in der Chirotherapie vor allem das eingeschränkte Gelenkspiel von Wirbeln und Knochen im Fokus steht (die sog. Blockade), wird dieses Prinzip in der Osteopathie nun auf den ganzen Körper übertragen. So werden auch Weichteilbefunde wie z. B. Muskelverspannungen, Verschieblichkeitsstörungen von Organen, Verklebungen von Faszien, eine gestörte Darmbeweglichkeit u.v.m. in der Osteopathie als „Blockade“ aufgefasst und durch mehr oder weniger sanften Druck beHANDelt.  

 

Dabei ist zu beachten, dass der Schmerzpunkt, den ein Patient angibt, nicht mit dem Ort der Ursache übereinstimmen muss. Um das zu verstehen, wird oft das Zahnradmodell bemüht. Stellen Sie sich alle Bestandteile des menschlichen Körpers, egal ob Organe, Knochen, Muskeln, Nervenbahnen oder Blutgefäße als kleine Räder vor, die miteinander verbunden sind. Ist das Zusammenspiel an einem Punkt gestört, greifen die Zahnräder nicht mehr harmonisch ineinander und es können an einer fernen Stelle Beschwerden auftreten.

Gemein ist sowohl der Osteopathie als auch der Manuellen Medizin, dass sie sich mit Funktionsstörungen befassen. Begriffe wie Blockade, Verspannung, Einklemmung, Verklebung usw. sind Ausdruck einer wie auch immer gearteten Bewegungseinschränkung und damit einer gestörten Funktion.

Kennen Sie das auch? Sie haben heftige Rückenschmerzen und stehen völlig schief oder die Hüfte nervt und sie können plötzlich kaum noch Treppesteigen -  und der Orthopäde sagt nach der Röntgen- oder MRT-Untersuchung o. ä. dass eigentlich „nichts Besonderes“ zu sehen sei?

Viele Patienten zweifeln dann an sich oder an den Ärzten – warum habe ich so schlimme Schmerzen, wenn da „nichts“ ist???  Funktionsstörungen zeigen sich eben nicht im Labor und auch nicht bei der Bildgebung - es ist ja nichts „kaputt“. Sie lassen sich jedoch durch gezieltes Beobachten und Testen der Funktion aufspüren. Und so wie der Mechaniker das Räderwerk durch Ölen oder Anschieben wieder gangbar macht, so versucht der Therapeut mit seinen Händen, die Funktionen des Körpers wieder „anzuschieben“.

Ist dagegen ein Rädchen zerbrochen, muß der Mechaniker es auswechseln. Beim Menschen spricht man dann von einer Strukturstörung. Sind die Beschwerden nämlich durch strukturelle Veränderungen wie Entzündungen, Verletzungen, Tumoren oder fortgeschrittenen Verschleiß bedingt, gehört der Patient zum Schulmediziner entsprechender Fachrichtung. Dort muss geprüft werden, ob z.B. eine Operation oder eine Medikation angezeigt ist. Der Manualmediziner kann bei Strukturstörungen allenfalls flankierend die Begleitsymptome lindern.

 

 

 

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